
Mit aller Kraft scheinen sich die mächtigen Wurzeln der uralten Baumriesen in die steinernen Überreste des Khmer-Reiches zu krallen und sie zu würgen, gleichzeitig aber auch den Einsturz zu verhindern. Einige der Tempelruinen, die sich rund 240 km nordwestlich von Phnom Penh bei Siem Reap im Dschungel verbergen, präsentieren sich noch so geheimnisvoll überwuchert wie bei ihrer Wiederentdeckung von 1860. Das heute zum UNESCO Weltkulturerbe zählende Tempelareal lädt ganzjährig Besucher aus aller Welt ein, die im Tuk Tuk, auf dem Fahrrad oder zu Fuß die steinernen Zeitzeugen bewundern. Siem Reap selbst ist mit dem Tourismus mitgewachsen und bietet heute neben einem quirligen Nachtmarkt zahlreiche Sternerestaurants, Luxusresorts und ein vielfältiges Ausflugsangebot. Übernachtungsmöglichkeiten in allen Kategorien machen Siem Reap zum perfekten Ausgangspunkt für eine Angkor Besichtigung.
Dieser spannende Ort in den entlegenen Dangrek-Bergen an der nördlichen Landesgrenze zählte bis 1998 zu den letzten Bastionen der Rebellen. Das Grab von Massenmörder Pol Pot hat sich ebenso zu einer bizarren Pilgerstätte entwickelt wie das Haus seines einbeinigen Generals und Nachfolgers Ta Mok.
Während der Regenzeit drückt der Mekong soviel Wasser in diesen See, dass er sich bis um das Achtfache ausdehnt. Nach Beginn der Trockenzeit fließt es wieder zurück und gibt weite Flächen fruchtbaren Schwemmlands frei. Der größte Binnensee Südostasiens lockt als Wasserweg, um nach Angkor zu gelangen – besonders auf nostalgischen Flusskreuzern. Für die Menschen, die auf oder am Ufer des Tonle Sap leben, ist der See jedoch weit mehr: Wasserspeicher, Transportmittel, Speisekammer und Heimat zugleich. Der See, welcher bei Phnom Penh in den Mekong mündet, ist eine der Lebensadern des Landes. Schwimmende Dörfer und Märkte beherrschen das Bild der Region, die sich auch prima als Tagesausflug von Siem Reap oder Phnom Penh aus erkunden lässt.