Myanmar - Mergui

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Die Inselwelt von Myeik begeistert als eine grandiose, unberührte und intakte Naturlandschaft, wie sie in der heutigen Welt selten geworden ist. Sie besteht aus rund 800 kleinen, meist unbesiedelten Eilanden, zwischen denen sich großartige, bunt-belebte Unterwasserlandschaften verbergen. Hier wimmelt es nur so vor Mythen, Legenden und kleinen Geheimnissen: Von den Briten einst Mergui genannt und seit dem Zweiten Weltkrieg von der Außenwelt bis 1997 isoliert, präsentiert sich das an der Südspitze Myanmars gelegene, paradiesische Archipel mit fast 30.000 Quadratkilometern als eines der reizvollsten Reiseziele Südostasiens. Eine bunte Vielfalt von Meeresbewohnern bevölkert die ausgedehnten Korallengärten, während selten gewordene Nashornvögel noch in Scharen durch die Lüfte schwirren. Ureinwohner sind die See-Nomaden, die als Salon, Moken oder Chao Leh bezeichnet werden und als virtuose Perlentaucher geachtet werden.

Wer Myeik als größte Stadt der Küste besucht, wird schnell spüren - und genießen, dass man sich noch auf touristischem Neuland bewegt: Hier werden Touristen stets von neugierigen Augenpaaren verfolgt, während entlang der Hafenmeile ein lebhafter, filmreifer Warenverkehr die Sinne fesselt. Wichtigster Ausgangspunkt für Entdeckungstouren in die vorgelagerte Inselwelt ist jedoch Kawthoung im tiefen Südzipfel von Myanmar. In unmittelbarer Nähe der thailändischen Hafenstadt Ranong gelegen, starten von hier die sogenannten Liveaboard-Cruises: Komfortable Yachten kreuzen bis zu zwölf Tage lang durch das Archipel, um ihre Gäste zum Schnorcheln und Tauchen oder für unvergessliche Paddeltouren auszusetzen. 80 Kilometer von der Festlandsküste lockt - inmitten paradiesischer Einsamkeit - sogar eine erste Urlauber-Unterkunft: Das auf der Insel Fork liegende Andaman Resort kann mit 18 naturnah konzipierten, hübschen Komfort-Bungalows aufwarten.

Die Reiseroute in den tiefen Süden des Landes lässt sich mit einer Vielzahl faszinierender Etappen garnieren: wie dem Goldenen Felsen von Kyaikhtiyo als wichtigstem Pilgerziel des Landes oder dem liegenden Buddha von Mudon - mit seiner Länge von 180 Metern und acht Stockwerken der größte der Welt. Die Umgebung des vom Tourismus erst vor kurzem entdeckten, beschaulich am Ufer des Flusses Thanwlin gelegenen Reiseziels Hpa-an hingegen ist mit weitläufigen, bizarren Höhlen-Labyrinthen gespickt, die mit originellen Buddha-Darstellungen zu Heiligtümern ausgeschmückt wurden.

Besonders viel ursprüngliches Leben findet sich noch in malerischen Orten wie Thaton oder Dawei - und ganz besonders Mawlamyaing: Vor dem architektonischen Erbe der britischen Kolonialzeit rattern betagte Gefährte aus längst vergangenen Zeiten. Aus den grünen Baumwipfeln der umliegenden Hügel ragen goldene Pagoden und die gestaffelten Türme ehrwürdiger Klosteranlagen, während draußen zwischen den Inseln im Golf von Martaban nostalgisch anmutende Doppeldecker-Schiffe kreuzen. Angesichts von soviel verträumtem Charme scheint es nicht weiter verwunderlich, dass sich hier einst die berühmten Schriftsteller Rudyard Kipling und George Orwell zu einigen ihrer bekanntesten Werke inspiriert fühlten. 
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