Xin Chao - in Vietnam
Das S-förmige Land verspricht eine perfekte Mischung aus Monumenten, Nostalgie und Badestränden
Es wirkt verwunderlich… Kriege, Tropenklima und Bauboom haben das architektonische Erbe der Franzosen bereits arg dezimiert, doch scheinen sich die landestypischen, gelblichen Schnörkelbauten der Kolonialzeit sogar eher zu mehren. Dieses Phänomen lässt sich mit den zahlreichen, eindrucksvollen Luxushotels erklären, die während der vergangenen Jahre in historischem Gewand erschaffen worden sind. Denn der nostalgische Charme jener Epoche ist legendär, spiegelt sich in allerlei Film-Klassikern wider und zeugt von der unwiderstehlichen Anziehungskraft Vietnams. Überhaupt erscheint das Land wie die Kulisse eines Monumentalfilms, in den die Besucher schon unmittelbar nach ihrer Ankunft hineinstolpern.
Das gilt vor allem für das quirlige Straßenleben der beiden Metropolen Hanoi und Saigon, mit dem fast jede Vietnam- Reise beginnt. Der hohe Pulsschlag zeugt vom rasanten Wirtschaftswachstum, das auch dem Fremdenverkehr viele neue Facetten beschert. Denn die rund 83 Millionen Bewohner des über 330.000 Quadratkilometer weiten Landes, das fast so groß ist wie Deutschland und von der Bevölkerungszahl das bedeutendste Indochinas, sind freundlich und aufgeschlossen. Deutlich spürbar haben sie ihren Blick in die Zukunft gerichtet. Wer möchte, kann sich aber auch auf die Spuren des Vietnamkriegs begeben, von dem etliche Schlachtfelder, Monumente und Museen zeugen.
Als ständiger Begleiter jedoch fasziniert die traumhaft schöne Landschaft. Das S-förmige Land verfügt über 3.260 Kilometer Küste, die mit endlos langen Stränden, malerischen Buchten und attraktiven Badezielen wie Nha Trang, Phan Thiet und Danang oder Trauminseln wie Phu Quoc lockt. Zwischen grün glitzernden Reisfeldern präsentieren die stolzen Erben von Landesvater Ho Chi Minh ihr Weltkulturerbe, wie die einzigartige Kaiserstadt Huè, der mittelalterliche Hafenort Hoi An oder das mystische Cham-Heiligtum My Son. Als weitere Höhepunkte einer Entdeckungsreise erweisen sich die Naturwunder der zahlreichen Nationalparks oder die oft verfilmten, spektakulären Kulissen der Halong-Bucht und des Mekong-Deltas.
Tipps zur Reiseplanung
Dieses Land bietet so viele interessante Ziele, dass es schwierig wird, bei einer ersten Reise etwas von den noch weniger bekannten Orten unterzubringen. Die Metropolen Hanoi und Saigon sollten zu jedem Reiseverlauf gehören zumal sie mit der Halong-Bucht bzw. dem Mekong-Delta verlockende Ausflugsmöglichkeiten bieten. In Zentralvietnam führt die 1.500 Kilometer lange „World Heritage Road" zu den Stätten des Weltkulturerbes und faszinierenden Naturwundern. Als erholsamer Badebaustein bieten sich Nha Trang, Danang oder das vergleichsweise junge Strandziel Mui Ne und die paradiesische Tropeninsel Phu Quoc an.
Tägliche Flugverbindungen ab/bis Deutschland nach Saigon oder Hanoi sind z. B. mit Vietnam Airlines möglich, mehrmals pro Woche fliegen zum Beispiel die Lufthansa, EVA Air, Singapore Airlines oder Air France. Vietnam Airlines fliegt als einzige Fluggesellschaft bis zu acht Mal pro Woche direkt von Frankfurt nach Saigon oder Hanoi. Für Besucher die sowohl Nord- als auch Süd-Vietnam bereisen möchten, empfiehlt sich ein Gabelflug Deutschland/Hanoi mit Saigon/Deutschland oder umgekehrt. Zudem gibt es regelmäßige Schiffsverbindungen von Hongkong, Singapur oder Japan sowie einige Kreuzfahrtlinien, die Vietnam ansteuern.
Land- und Wasserweg: Mit einem gültigen Visum ist die Einreise von Nachbarländern über Landrouten oder den Mekong möglich: Von Kambodscha gibt es die Möglichkeit zum Grenzübertritt in Moc Bai und per Boot in Vinh Xoung (bei Chau Doc) im Mekong-Delta. Von Laos besteht die Möglichkeit, über die Grenzübergänge Lao Bao, Cau Treo, Chalo, Nameo, Nam Kanh oder Kontum nach Vietnam einzureisen. Von der Volksrepublik China geht es per Bahn via Huu Nghi nach Lao Cai (bei Sa Pa), per Bus oder Auto in Huu Nghi nach Lao Cai oder von Dong Hung nach Mong Cai (bei Halong-Stadt) Neu eröffnet ist die Grenze zwischen Pingxiang und Dong Dang.
In größeren Orten beträgt die Netzspannung meist 220-230 Volt/50 Hz, wobei das Mitführen von Universaladaptern weitgehend überflüssig geworden ist. Eine Taschenlampe für Notfälle jedoch sollte sich in jedem Reisegepäck befinden – zumal Stromausfälle zuweilen sogar in Saigon möglich sind und der Strom in manchen ländlichen Regionen oder auf den Inseln oft mit Generatoren erzeugt wird und daher nicht ständig verfügbar ist.
Mit großem Abstand am wichtigsten ist das Tetfest, das sich nach dem chinesischen Mondkalender richtet und zwischen Mitte Januar und Mitte Februar die vietnamesische Jahreswende markiert. Für ausländische Besucher ist es überaus reizvoll, aber gleichzeitig leider auch eine ungünstige Reisezeit. Denn viele Auslands-Vietnamesen reisen dann in ihre Heimat zum Familienbesuch und sorgen für eine kleine Völkerwanderung. Die Behörden und viele Restaurants sind geschlossen, Flüge und Hotels ausgebucht, während sich die Preise für Unterkunft (obligatorische, teure Festtags-Menüs), Gastronomie und Transport leicht verdoppeln können.
Tet ist vergleichbar mit dem westlichen Weihnachtsfest und dauert insgesamt sieben Tage, von denen fünf besonders intensiv gefeiert werden. Es ist auch ein Fest der Reinigung mit blank geputzten Häusern und Tempeln. In diesen Tagen werden ganze Straßenzüge mit Aprikosen-und Mandarinenbäumchen oder blühenden Pfirsichbaumzweigen geschmückt. Besonders intensiv wird der Ahnenkult betrieben: Für die Vorfahren werden die Altare mit frischem Obst, einem Glas Schnaps und Reiskuchen geschmückt, Räucherstäbchen werden angezündet. Die Einheimischen beschenken sich untereinander mit nagelneuen Geldscheinen, die in roten Umschlägen überreicht werden, denn das symbolisiert die Farbe des Glücks. Manche Vietnamesen mögen es gern, wenn ausländische Gäste ihr Haus betreten, denn das verheißt Glück und Reichtum.
Weitere wichtige Feste: Besondere Festivitäten markieren landesweit Buddhas Geburtstag (Wesak) im Frühjahr und das „Fest der wandernden Seelen“ im Sommer. Ebenfalls von größerer Bedeutung sind mehrere politische Feiertage wie das Jubiläum der Gründung der kommunistischen Partei Vietnams (3. Februar), der Tag der Befreiung Saigons von den Amerikanern (30. April) oder die Proklamation der Unabhängigkeit von der französischen Kolonialmacht (2. September).
Die digitale Fotografie ist auch in Vietnam auf dem besten Weg, sich durchzusetzen. So haben sich die Fotogeschäfte vielerorts darauf eingestellt haben, Foto-Dateien aus entsprechenden Kameras auf CD/DVDs zu brennen oder relativ preiswert in Form von Papierabzügen auszudrucken.
Die vietnamesische Währung heißt „Dong“ (VND) und ist in Scheinen von 100 bis 500.000 VND erhältlich. Auch Münzen bis 5.000 VND sind im Umlauf. Unter den Devisen setzt sich der Euro gegenüber dem US-Dollar immer mehr durch. Für 50er und 100er-Noten gibt es einen leicht besseren Wechselkurs als für die kleineren Geldscheine. Alle internationalen Flughäfen sind mit Banken ausgestattet, wo gleich nach der Ankunft getauscht werden kann. In den Zentren bieten sich auch Wechselstuben, Souvenir- oder Juweliergeschäfte dafür an. Der Umtauschkurs in den Hotels erweist sich zumeist als nur geringfügig ungünstiger.
Es kann vorteilhaft sein, einige US-Dollar in bar mitzunehmen. Denn von Autoverleihern und Hotels können schon mal Dollars verlangt werden. Und wer ein Visum - wie zum Beispiel für eine Weiterreise nach Thailand oder Laos - erwerben will, muss in US-Dollar bezahlen.
Geld- und Kreditkarten: Bargeld ist am einfachsten mit einer „Maestrocard“ und der entsprechenden Geheimzahl an den ATM-Automaten der Vietcombank erhältlich, was in etwa mit Gebühren von 4,50 Euro zu Buche schlägt (pro Abhebung maximal zwei Millionen Dong). Ebenfalls abgehoben werden kann mit Kreditkarten, die sonst vor allem in Hotels, Restaurants und manchen Geschäften der größeren Städten Verwendung finden (die Service-Gebühren sollten nicht mehr als drei Prozent betragen). Auch Inlandsflüge von Vietnam Airlines lassen sich bequem per Kreditkarte begleichen. Günstige Gebühren beim Tausch von Reiseschecks (nur in Banken möglich) berechnet die Vietcombank, doch ist die Prozedur meist mit längeren Wartezeiten verbunden.
Für die Einreise nach Vietnam sind keinerlei Impfungen vorgeschrieben, doch sollten der Schutz für Diphterie, Tetanus und Polio noch wirksam sein. Zudem empfiehlt sich wie für alle tropischen Fernreisen eine Prophylaxe gegen Gelbsucht (Hepatitis A/B). Fälle von Malaria treten fast nur in Gebieten auf, die für den Ausländer-Tourismus unbedeutend sind. Da eine Malaria-Prophylaxe nicht vor Dengue-Fieber schützt und zudem mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein kann, sollten Mücken prinzipiell durch die Verwendung von entsprechender Kleidung, Schlafnetzen und Schutzlotionen auf Distanz gehalten werden. Zudem kann das Risiko einer Infektion gedämmt werden, indem man täglich eine Vitamin B1-Tablette nimmt, deren Ausdünstung die Mücken nicht mögen. Wegen der latenten Gefahr von Vogelgrippe wird prinzipiell empfohlen, sich von lebendem Geflügel fern zu halten. Gekochtes oder gebratenes Hühnerfleisch hingegen ist bedenkenlos zu verzehren.
In den großen Städten gibt es inzwischen gute, internationale Kliniken und Apotheken, in denen westliche Arzneimittel erhältlich sind. Prinzipiell ist das gesundheitliche Risiko bei einer Vietnamreise auf normalen, touristischen Pfaden jedoch gering – zumal sich die meisten Krankheiten durch eine sorgfältige Vorbereitung und umsichtiges Verhalten vermeiden lassen.
Hygiene: Leitungswasser sollte gar nicht oder allenfalls nur abgekocht getrunken werden. Prinzipiell empfiehlt sich der Genuss von überall in Flaschen erhältlichem Mineralwasser, wobei auf die Unversehrtheit der Versiegelung zu achten ist. Ungewaschenes bzw. ungeschältes Obst und Gemüse sollten gemieden werden. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte Vorsicht bei rohen Speisen wie Salaten, allen Variationen von Eis und einfach Garküchen walten lassen. Am Strand von fliegenden Händlern verkaufte Meeresfrüchte mögen zwar verlockend erscheinen, sollten wegen des Frischegrads aber unbedingt mit Vorsicht genossen werden. In größeren Hotels und gehobenen Restaurants darf prinzipiell mit internationalem Hygienestandard gerechnet werden.
Detaillierte Informationen erteilen die deutschen
Tropeninstitute oder das „
Centrum für Reiseinformation“.
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Für die meisten Gebiete ist leichte, atmungsaktive Baumwollkleidung und Sandalen angemessen. Für Nordvietnam sollten auch wärmere Kleidung und festes Schuhwerk eingepackt werden, da die Temperaturen hier im Winter empfindlich abfallen können. Natürlich gehören stets auch Sonnenschutzcreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung ins Gepäck, während für einen Urlaub während der Monsunzeit unbedingt ein Regenschirm und Poncho mit eingepackt werden sollten.
Übergepäck: Es sollte von vornherein nicht zuviel eingepackt werden, denn für jedes Kilo Übergepäck muss tief in die Tasche gegriffen werden – und auf die Kulanz der Fluggesellschaften sollte sich niemand verlassen. Hilfreich ist, dass man sich seine Kleidung in den meisten Hotels schnell, gut und preiswert reinigen lassen kann. Zudem ist die Verführung zum Kauf von Mitbringseln so groß, das dafür von Anfang an viel Platz einzukalkulieren ist.
Vietnam verfügt aufgrund seiner gewaltigen Nord-Süd-Ausdehnung über ein sehr unterschiedliches Klima. Es reicht vom subtropischen Norden über die wechselhafte Wetterlage im mittleren Landesteil bis zum tropischen Klima im Süden, wobei der 17. Breitengrad in Zentralvietnam eine wichtige Wetterscheide darstellt.
Als landesweit beste Reisezeit gelten am ehesten die Wintermonate von Oktober bis April. Die Durchschnittstemperaturen liegen bei 22 Grad im Norden und rund 27 Grad im Süden. Am heißesten ist es von Februar bis April im Süden, wo die Temperaturen über 30 Grad erreichen können.
Nord-Vietnam: Die beste Reisezeit ist von September bis November. Die Temperaturen sind dann in der Regel mit um die 25 Grad angenehm warm, während die Witterung trocken bleibt. Im Bergland des Nordens können sich die Temperaturen im Dezember schon mal bis auf zehn Grad oder an der chinesischen Grenze sogar bis zum Gefrierpunkt abkühlen. Im März und April ist es zwar wärmer, aber es kommt häufig zu länger anhaltendem Dauerregen (Niesel).
Mittel-Vietnam: Als beste Reisezeit gilt Januar bis Mitte September. Im Oktober, November und Dezember treten immer häufiger gewaltige Taifune auf. Diese bringen heftige, tagelange Regenschauer mit sich und überfluten auch schon mal ganze Touristenziele - wie die alte Kaiserstadt Huè oder die mittelalterliche Hafenstadt Hoi An. Ähnliches gilt für die weiter südlich gelegenen Badeorte Nha Trang und Mui Ne.
Süd-Vietnam: Die beste Reisezeit ist von Januar bis April, doch gilt am ehesten dieser Teil Vietnams mit seiner brodelnden Metropole Saigon als ganzjährig bereisbar - zumal mit dem Niederprasseln eines gewaltigen Monsunschauer auch eine ganz bestimmte Südostasien-Romantik einhergehen kann.
Die Vietnamesen sind normaler Weise sehr offene, umgängliche Menschen, die durch ihre Kontaktfreudigkeit erfreuen. Es gibt nur wenige Länder, in denen man schneller und näher an die Menschen herankommt als hier. Sie gelten als außerordentlich gastfreundlich, teilweise sogar neugierig. Deshalb sollte man sich nicht weiter wundern, wenn manchmal sogar sehr private Fragen gestellt werden. Zudem grassiert eine besondere Vorliebe für Visitenkarten, die stets mit der Beteiligung von beiden Händen zu überreichen sind. Seit der Öffnung ihres Landes Anfang der 1990-er Jahre erfreuen sich die Vietnamesen einer großen Aufbruchsstimmung, lachen viel und gern. Denn sie denken lieber an heute und morgen als an die düstere Vergangenheit ihres Landes. Entsprechend ungern lassen sie sich deshalb zuweilen auch auf den Krieg ansprechen.
Beim Kauf von Souvenirs auf der Straße werden Touristen manchmal übervorteilt. Wer in ein Streitgespräch (wie beim Feilschen über einen unverschämt hohen Preis) gerät, solle nicht laut werden, sondern ruhig und sachlich argumentieren. Denn wer überreagiert, verliert sein Gesicht – und offen gezeigte Ungeduld bringt niemanden weiter. Wer mit dem Cyclo fahren möchte, sollte den Fahrpreis vorher unbedingt aushandeln, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt. Die Einheimischen selbst zahlen selbstverständlich erheblich weniger.
Die Einheimischen legen – besonders in Tempeln und Pagoden – großen Wert auf ordentliche Kleidung. Zudem gilt, niemals jemandem die Fußsohlen entgegenzustrecken oder nach europäischer Art heran zu winken. Obwohl sich die Vietnamesen in der Regel gern fotografieren lassen, sollte man sie vorher um Erlaubnis fragen bzw. sich das Einverständnis mit entsprechenden Handbewegungen einholen. Die roten Dzao im Bergland des Nordens hingegen sollten nicht abgelichtet werden – zumal sie glauben, dadurch ihre Seelen zu verlieren.
Telefon/Fax: Aus den großen Städten sind Gespräche und Faxe ins Ausland in der Regel problemlos möglich – wie aus den meisten Hotels (teilweise hohe Servicekosten), dem Postamt oder von einigen Telefonzellen (mit Prepaid-Karten). Für Mobilfunknutzer (GSM 900/1800 Netzwerk) bieten Prepaid-Karten (zum Beispiel von Vinaphone) eine günstige Möglichkeit im Land oder nach Deutschland zu telefonieren. Roamingverträge mit Anbietern in Vietnam bieten E-Plus, O2, T-Mobile und Vodafone. Auch in Vietnam existieren preiswerte Vorwahlnummern. Wer beispielsweise für Gespräche in die Heimat 17100 vorwählt, spart Geld – was auch vom Hotelzimmer aus funktionieren kann.
Aus Deutschland lautet die Vorwahl für Vietnam 0084. Anschließend wird die Orts-Vorwahl ohne 0 und dann die Nummer des jeweiligen Anschlusses gewählt. Wer sich gern und günstig aus der Heimat anrufen lassen will, sollte sich eine vietnamesische Handynummer besorgen und eine deutsche Billigvorwahl benutzen lassen, mit der sich der Minutenpreis meist unter drei Cent drücken lässt.
Internet: Internetcafes sind in allen größeren und sogar auch kleineren Orten zahlreich zu finden, da die jungen Vietnamesen ausgesprochen gern surfen. Oft finden sich dort – wie auch in vielen Hotelzimmern – sogar WIFI-Zonen für die Benutzung eigener Notebooks.
Briefe: Auslandspost kann bei Postämtern und Hotelrezeptionen auf den Weg gebracht werden. Nach Europa benötigt sie in der Regel zwischen sechs Tagen und drei Wochen. Am schnellsten geht es von Hanoi und Saigon, wo der Versand meist zuverlässig abgewickelt wird. Wichtige bzw. eilige Briefe oder Pakete allerdings sollten nur mit Express Mail Service (EMS) oder DHL-Service versendet werden.
Die wachsende Beliebtheit Vietnams spiegelt sich nichtzuletzt auch in der Fülle an Reiseführern, Magazinen und Belletristik wider. Besonders zu empfehlen sind:
Reiseführer:
*
Apa Guide Vietnam: Mit vielen hübschen Fotos ansprechend gestaltetes Reise-Lesebuch, Polyglott-Verlag, 386 Seiten, 19,95 €
*
Baedeker Vietnam: Gut fundiertes, sehr übersichtliches und lesefreundliches Standardwerk mit großer Reisekarte, MairDumont-Verlag, 432 Seiten, 22,95 €
*
Kulturschock Vietnam: Einführung in die landestypischen Sitten und Gebräuche. , Monika Heyder, Reise Know-How-Verlag, 336 Seiten, 14,90 €
*
Kunst-Reiseführer Vietnam, Kambodscha und Laos: Lesenswerte Erstauflage mit wertvollen Informationen. Martin H. Petrich, DuMont-Verlag, 480 Seiten, 29,95 €
*
Vietnam Handbuch: Informativ und mit farbigem Kartenatlas. Reise Know-How-Verlag, 672 Seiten, 22,50 €
*
Vietnam - Stefan Loose Travel Handbuch: Gilt als „Südostasien-Bibel“ und Klassiker unter den Reise-Handbüchern - mit zahlreichen Tipps, interessanten Hintergrund-Exkursen und nützlichen Karten. DuMont-Verlag, 592 Seiten, 23,95 € (Neuauflage im Herbst 2008)
*
Richtig Reisen Vietnam: Martin H. Petrich, DuMont-Verlag, 472 Seiten, 25,95 €
* Als unterhaltsame Reiselektüre empfehlen sich zudem diverse Südostasien-Magazine, die – zumeist im Verbund von Vietnam, Kambodscha und Laos –
vom ADAC (2004), von Merian (2007) oder
Geo (2007) herausgebracht worden sind.
Belletristik
* Graham Greene:
Der stille Amerikaner
* Marguerite Duras:
Der Liebhaber
* Thu Huong Duong:
Paradise of the Blind
* Thich Nhat Hanh:
Der Mondbambus, die Sonne, mein Herz
* Bao Ninh:
The sorrow of war
* Christopher J. Koch:
Das Verschwinden des Michael Langford
Sachbücher
* Cordt Schnibben:
Saigon Export
* Peter Scholl-Latour:
Tod im Reisfeld
* Marc Frey:
Geschichte des Vietnamkriegs
* Oriana Fallaci:
Nichts und Amen
*
Vier Drachen am Mekong: Spannender Bericht eines deutschen Journalisten über die Zeit des Zweiten Indochina-Krieges. Winfried Scharlau, 1989
* Georg W. Alsheimer:
Vietnamesische Lehrjahre
* Peter Krebs:
Die Kinder von Vietnam
* Oskar Weggel:
Indochina
* Francis Fitzgerald:
Fire in the lake
* Annaliese Wulf: Pagoden und Tempel im Reisfeld
* Günter Giesenfeld:
Land der Reisfelder
Außer den Hotelbars gibt es – besonders in Saigon (Ho Chi Minh City) und Hanoi – eine große Anzahl von Diskotheken, Musikkneipen, Cafès, Bars und Karaoke-Schuppen. Abhängig von Festtagen werden auch oft Musik- und Theaterveranstaltungen geboten. In den Kinos laufen meist europäische und asiatische Filme. In Großstädten endet das Nachtleben meist schon vor Mitternacht, in der Provinz sogar oft gegen 22 Uhr.
Angesichts internationaler Terrorwarnungen wird Vietnam immer wieder als eines der sichersten Reiseziele der Welt gelobt. Zudem sind Gewaltverbrechen an ausländischen Besuchern äußerst selten, da die Regierung in solchen Fällen rigorose Strafen verhängt. Auch Benachteiligungen oder gar Belästigungen von alleinreisenden Frauen sind so gut wie unbekannt.
Doch sind Fälle von Kleinkriminalität – besonders in Saigon – keineswegs ausgeschlossen. Reisepässe, Flugtickets, Kreditkarten sollten, am besten auch gleich zusätzlich versiegelt, stets nur in Hotel- bzw. Zimmersafes aufbewahrt werden. Es sollte nur soviel Geld eingesteckt werden, wie täglich benötigt wird. Im Gedränge ist es ratsam, Geld prinzipiell dicht am Körper zu tragen und besonders aufmerksam auf Kameras und Handtaschen zu achten. Besonders gern greifen Straßendiebe von vorbeifahrenden Mopeds zu den Schultertaschen von Touristen.
Es kann sich bewähren, im übrigen Reisegepäck eine Kopie des Reisepasses und des Visums mitzuführen.
Aktuelle Sicherheitshinweise vermittelt bei Bedarf die Internetseite des
Auswärtigen Amtes.
Straßenverkehr: Die Verkehrsdisziplin in Vietnam läuft nach mitteleuropäischem Verständnis enorm zu wünschen übrig bzw. funktioniert nach ganz eigenen Gesetzen, was besonders für Saigon und Hanoi gilt. Dort wimmelt es nur so von Mopeds. Wer eine größere Straße überqueren möchte, sollte dies langsam und mit fließenden Bewegungen tun, aber zum Beispiel nicht abrupt stehen bleiben.
Die offizielle Landessprache ist Vietnamesisch, für das die lateinische Schrift mit vier Tonzeichen verwendet wird. In touristischen Regionen kann man sich gut mit Englisch verständigen, im Norden manchmal auch mit Französisch. Mancherorts kann man auch auf Vietnamesen treffen, die in der DDR Deutsch gelernt haben.
Soweit Sie Transfers durch uns gebucht haben, werden Sie am jeweiligen Flughafen, Bahnhof, Schiffsanleger oder Hotel von einem Fahrer mit entsprechendem Firmen- oder einem Namensschild abgeholt. Bei der Buchung einer kompletten Rundreise mit Reiseleitung sind grundsätzlich alle notwendigen Transfers inklusive. Wer im Anschluss an eine Rundreise eine Badeverlängerung wünscht, sollte in Nordvietnam anfangen, um unnötiges Zurückreisen zu vermeiden, da sich die Bademöglichkeiten im Süden des Landes als weitaus reizvoller und vielfältiger präsentieren.
Vietnam lässt sich mit einer verlockenden Vielfalt von Verkehrsmitteln bereisen, die sich von nostalgischen Fahrrad-Cyclos über bequeme Mietwagen mit Chauffeur bis zu schnellen Hydrofoil-Fähren und modernen Airbus-Jets erstrecken.
Flugzeug: Die staatliche Fluggesellschaft Vietnam Airlines bedient ihr umfangreiches Streckennetz mit einer modernen Flotte, die ausschließlich aus neuen Maschinen besteht. Kürzere Strecken wie von Saigon nach Cam Ranh Bay (Nha Trang), Phu Quoc oder Rach Gia sowie von Cam Ranh Bay nach Danang werden mit ATR-72-Turboprop-Maschinen bedient. Auf den längeren Flugstrecken werden Airbus, Fokker 70 und Boeing 777 eingesetzt. Während der Monsunzeit zwischen Oktober und Dezember muss mit Verspätungen oder Ausfällen gerechnet werden. Die rund 700 Kilometer lange Strecke zwischen der ehemaligen Kaiserstadt Huè und der Hauptstadt Hanoi im Norden sollte auf jeden Fall per Flugzeug zurückgelegt werden.
Eisenbahn: Die Busse sind zumeist so eng und spartanisch, dass sie als Reisemittel weitestgehend ausscheiden. Wer mit der Eisenbahn durch Vietnam reisen möchte, sollte sich rechtzeitig um die Tickets zu kümmern und viel Zeit mitbringen. Denn die Züge fahren auf den teilweise maroden einspurigen Gleisen extrem langsam. Allerdings bietet der Schienenweg eine denkbar gute Gelegenheit, hautnah mit der Bevölkerung in Kontakt zu kommen. Vom “hard seater” bis zum “soft sleeper“ gibt es vier verschiedene Buchungsklassen. Von besonderer Bedeutung ist der Wiedervereinigungs-Express mit teilweise klimatisierten Abteilen, der mehrfach täglich zwischen Saigon und Hanoi verkehrt, wobei die Fahrzeit insgesamt 35 bis 42 Stunden beträgt. Die angenehmste Zugfahrt Vietnams ist die mit dem legendären „Victoria Express“ zwischen Hanoi und Lao Cai an der chinesischen Grenze.
Autos/Mopeds: Ein Mietwagen mit Chauffeur gilt als beste und angenehmste Art des Reisens, um Vietnam wirklich kennen zu lernen. Zu den unschätzbaren Vorteilen zählt, dass unterwegs jede Menge individueller Fotostopps eingelegt werden können. Ausländern ist es noch nicht erlaubt ein Auto selbst zu steuern, worauf angesichts der ungewohnten Geflogenheiten im Straßenverkehr durchaus auch verzichtet werden sollte. Vor kurzem jedoch wurden die Verkehrsregeln erheblich verschärft. Nachtfahrten sollten nach Möglichkeit gemieden werden. Mopeds oder Motorräder sind überall preiswert zu mieten, doch sollten nur erfahrene Zweiradfahrer davon Gebrauch machen. Neu im Trend liegen hingegen Fahrradreisen, die auf sorgfältig ausgewählten Routen (wie zum Beispiel im Mekong-Delta) angeboten werden.
Für die Einreise nach Vietnam wird ein Touristen-Visum benötigt. Es muss vorab beantragt werden, benötigt eine Bearbeitungszeit von rund sieben Werktagen. Es berechtigt in der Regel zu einem Aufenthalt von 30 Tagen und kann meistens vor Ort gegen eine Gebühr einmal verlängert werden. Der Reisepass muss die Gültigkeit des beantragten Visums um mindestens zwei Monate übersteigen. Anders als bei den Nachbarländern ist ein „Visa on Arrival“ bisher leider noch mit umständlichen, bürokratischen Hürden verbunden.
Land- und Wasserweg: Bei einer Einreise aus den Nachbarländern über den Land- oder Wasserweg muss sich das Visum bereits vorab im Reisepass befinden. Dabei erhält der Reisende ein gelbes Einreisepapier, das unbedingt aufgehoben werden muss. Wer über den Luftweg einreist, erhält ebenfalls ein Formular, das in den Reisepass eingeheftet wird.
Detaillierte Informationen finden Sie auf den Seiten des
Auswärtigen Amtes und auf der Internseite der
Botschaft.
Vietnam ist der mitteleuropäischen Zeit um sechs Stunden voraus, der europäischen Sommerzeit aber nur um fünf Stunden.
Bei der Einreise ist eine Devisen- und Einführungserklärung für Elektronik, Schmuck und Bargeld (muss theoretisch bei einem Betrag von mehr als 500 US-Dollar deklariert werden) auszufüllen, wobei dies von den Touristen meist in sehr lockerer Weise gehandhabt wird. Diese Erklärung muss bis zur Ausreise aufbewahrt und ggf. vorgelegt werden. Ansonsten gelten die üblichen Freimengen für die Einfuhr von Zigaretten oder Alkohol. Verboten ist die Ein- und Ausfuhr von Waffen oder Rauschgift, aber sogar auch pornografischem Material. Bei der Einreise werden alle Gepäckstücke maschinell durchleuchtet. Wertvolle Antiquitäten, Edelsteine dürfen nicht ohne Genehmigung des Zollamtes ausgeführt werden.