Sawasdee kha(b) – in Thailand
Wie sich Traumstrände und Touristenattraktionen zu einem exotischen Tropenparadies mischen
Bis in den späten Morgen schlafen und gemütlich im Palmenschatten frühstücken. Danach gemächlich durch glitzernden Sand schlendern, in glasklaren Meeresfluten baden, ein bisschen schnorcheln oder auf der lauschigen Bungalow-Terrasse ein spannendes Buch lesen: Eine derart perfekte Erholung lässt sich in jede Thailand-Reise einbauen. Denn als „Badewanne Südostasiens“ ist das Königreich geradezu gesegnet mit weiten Stränden, herrlichen Lagunen, idyllischen Inseln und bunt belebten Korallenriffen. Mit dem Golf und der Andamanen-See gleich von zwei Meeren umspült, eignet sich das Königreich ideal, jede Sehnsucht von Naturfreunden, Badeurlaubern, Sonnenanbetern, Strandwanderern oder Wassersportlern zu erfüllen.
Neben den namhaften Urlauberinseln Phuket, Koh Samui oder Koh Tao im Süden oder Koh Chang im Osten Thailands, locken auch viele Ziele, die noch nicht in aller Munde sind und sich als tropische Robinson-Paradiese anbieten, um die Seele baumeln zu lassen. Vom stilvollen, gediegenen Boutique-Hotel bis zum einfachen, urigen Bambushütten-Resort bietet sich eine erfreuliche Vielfalt an Unterkünften an, während das Land seinen guten Ruf als weltweit führende Wellness-Destination mit immer mehr Spas ausbaut. Wie im traditionellen Seebad Hua Hin oder auch im quirligen Pattaya – einem illustren, internationalen Urlaubsort der Superlative.
Allein schon das brodelnde Bangkok wäre eine längere Reise wert, finden sich hier doch neben ungeahnten Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten auf engstem Raum einige der schönsten, buddhistischen Tempelanlagen Asiens. Eine beliebte Reiseroute erstreckt sich aus der Metropole über die faszinierenden, ehemaligen Königsresidenzen Ayutthaya und Sukhothai bis in den hohen Norden, wo verheißungsvolle Möglichkeiten zum Abenteuer- und Aktivurlaub locken. Von Chiang Rai im sagenumwobenen Goldenen Dreieck, der Metropole Chiang Mai oder dem beschaulichen Pai führen erlebnisreiche Trekkingtouren zu Dörfern der ethnischen Minderheiten, paradiesischen Wasserfällen, spannenden Elefanten-Safaris und feucht-fröhlichen Floßfahrten.
Tipps zur Reiseplanung
Das tropische Königreich hat Urlaubern so viel zu bieten, dass es weltweit zu den Reiseländern mit der höchsten Rückkehrerquote zählt. Deshalb sollte man besser gar nicht erst versuchen, alle Höhepunkte wie Kultur, Natur, Aktivitäten, Wellness, oder Baden mit einer einzigen Reiseroute zu vereinen. Für Thailand-Neulinge empfehlen sich mindestens drei Tage Bangkok sowie eine erlebnisreiche Rundreise zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten, die mit erholsamen Strandtagen im Süden des Königreichs ausklingen sollte. Für Neulandsucher empfehlen sich zum Beispiel die Inseln der entlegenen Provinz Ranong.
Thailand wird aus Deutschland von einer Vielzahl an Fluggesellschaften angesteuert, wobei die Direktflüge meist von Frankfurt, München, Berlin Tegel oder Düsseldorf starten und rund elf Stunden dauern. Zu empfehlen sind unter anderem Thai Airways International, EVA Air, Singapore Airlines, Emirates, Etihad, SriLankan oder die Air Berlin. Angeflogen wird meist die Hauptstadt Bangkok, doch gibt es mittlerweile auch Direktflüge zu Thailands größter, im Süden liegenden Insel Phuket. Da das Königreich als Tor zu den Nachbarländern gilt, ist es durch ein entsprechend dichtes Streckennetz mit diesen verknüpft. Die dort liegenden Metropolen und Touristenziele werden zunehmend von den regionalen, sich immer größerer Beliebtheit erfreuenden Billig-Airlines bedient, was auch für zahlreiche Flugziele im Inland gilt (s.u.).
Vielerorts ist die Einreise aus den Nachbarländern über Landrouten oder den Mekong möglich, wobei deutsche Besucher – wie die Besucher vieler anderer Länder – an den Grenzübergängen ein kostenloses, 30-tägiges Visum bei Flugeinreise und ein 14-tägiges Visum bei der Einreise auf dem Land- oder Wasserweg erhalten. Nach/von Kambodscha wird gern der Übergang Aranyaprathet/Poipet frequentiert, der die Landroute zwischen Bangkok und den berühmten Tempelanlagen von Angkor markiert. Zunehmender Beliebtheit erfreut sich der im Südostzipfel Thailands gelegene Übergang Hat Lek/Koh Kong, der über den Süden Kambodschas bis nach Vietnam führen kann – oder umgekehrt. Populär für den Grenzübertritt nach Laos ist vor allem die „Brücke der Freundschaft“, über die man von Nong Khai zur Hauptstadt Vientiane gelangen kann. Die Übergänge der Mekong-Orte Chiang Khong und Chiang Saen führen über den Wasserweg bis zur ehemaligen, laotischen Königsstadt Luang Prabang oder bis in den Süden Chinas hinein. Die wichtigsten Schleusen nach/von Myanmar sind Mae Sai/Tachilek im Norden Thailands und im Süden Ranong/Kawthaung (Victoria Point), die besonders gern zu Liveaboard-Kreuzfahrten in das burmesische Myeik-Archipel genutzt wird. Im tiefen Süden Thailands fungiert der Grenzpunkt Had Yai/Padang Besar als wichtigster Übergang nach/von Malaysia.
Die Netzspannung beträgt überall 220 Volt, die Steckdosen werden ggf. mit entsprechenden Adaptern für europäische Stecker benutzbar gemacht. Auf abgelegenen Inseln wird der Strom zuweilen noch mit Diesel-Generatoren erzeugt und ist daher nicht ständig verfügbar, was dort das Mitführen einer Taschenlampe empfehlenswert macht.
Die meisten thailändischen und buddhistischen Feiertage richten sich nach dem Mondkalender, wodurch sie von Jahr zu Jahr auf ein anderes Datum fallen. An diesen Tagen sind die Behörden und Banken in Thailand immer geschlossen. Fällt einer der Feiertage auf einen Samstag oder Sonntag, ist der Montag danach arbeitsfrei. Je nach Ort gibt es noch zahlreiche regionale Feste und Feiertage, so dass die folgende Auflistung keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
1. Januar: Neujahr (offizieller Feiertag)
Januar/Februar: Neumondtag bzw. Chinesisches Neujahrsfest (kein offizieller Feiertag)
Februar/März: Vollmondtag bzw. Magha Puja (Gedenken an Buddha-Predigt)
6. April: Chakri-Tag bzw. Erinnerung an den Tag der Inthronisation von König Rama 1 Phra Buddha Yodfa Chulalok im Jahr 1782 (offizieller Feiertag)
13. bis 15. April: Thailändisches Neujahrsfest bzw. Songkran, das als wichtigstes Fest gilt und zumeist mit der üppigen Spritzerei von Wasser einher geht (offizieller Feiertag)
1. Mai: Tag der Arbeit (offizieller Feiertag)
5. Mai: Krönungstag von König Rama IX. Bhumibol Adulyadej (offizieller Feiertag)
Mai/Juni: Vollmondtag bzw. Visakha Puja als Gedenktag an die Geburt, die Erleuchtung und den Tod Buddhas (buddhistischer Feiertag)
Juli: Vollmondtag bzw. Asalha Puja als Gedenktag an die erste Predigt Buddhas und am Folgetag Khao Pansa als Beginn der Regenzeit-Klausur der Mönche (buddhistische Feiertage)
12. August: Geburtstag von Königin Sirikit bzw. Muttertag (offizieller Feiertag)
Oktober: Neumondtag bzw. Kathin-Zeremonie sowie der Vollmondtag Ok Phansa Tag, der das Ende der Fastenzeit markiert (buddhistische Feiertage)
23. Oktober: Chulalongkorn-Tag bzw. Todestag von König Rama V. Phra Chula Chomklao Chaoyuhua (offizieller Feiertag)
November: Vollmondtag bzw. Loy Krathong, das als Lichterfest das stimmungsvollste Festival Thailands darstellt (kein gesetzlicher Feiertag)
5. Dezember: Geburtstag von König Rama IX. Bhumibol Adulyadej – geboren im Jahr 1927 und seit 1946 König von Thailand. Der Tag gilt als wichtiger Nationalfeiertag und Vatertag
10. Dezember: Tag der Verfassung (offizieller Feiertag)
31. Dezember: Silvester (offizieller Feiertag)
Weitere wichtige Feste: Besondere Festivitäten markieren landesweit Buddhas Geburtstag (Wesak) im Frühjahr und das „Fest der wandernden Seelen“ im Sommer. Ebenfalls von größerer Bedeutung sind mehrere politische Feiertage wie das Jubiläum der Gründung der kommunistischen Partei Vietnams (3. Februar), der Tag der Befreiung Saigons von den Amerikanern (30. April) oder die Proklamation der Unabhängigkeit von der französischen Kolonialmacht (2. September).
Die digitale Fotografie ist bereits Standard, so dass sich die Fotogeschäfte darauf eingestellt haben, Dateien aus entsprechenden Kameras auf CD/DVDs zu brennen oder relativ preiswert in Form von Papierabzügen auszudrucken.
Die thailändische Währung heißt „Baht“ (THB) und ist in Scheinen von 20 bis 1.000 Baht erhältlich. Münzen befinden sich im Wert von 25 und 50 Satang (1 THB = 100 Satang) sowie 1, 2, 5 und 10 Baht im Umlauf. Bargeld kann man unkompliziert an den Devisenschaltern der Banken wechseln, die erfreulicher Weise auch auf den internationalen Flughäfen den landesweit gleichen Kurs bieten, so dass dort gleich nach der Ankunft ruhigen Gewissens getauscht werden kann. Private Wechselstuben, Souvenir- oder Juweliergeschäfte können zuweilen mit einem geringfügig besseren Tauschkurs aufwarten. Der Umtausch in Hotels hingegen sollte wegen höherer Abschläge vermieden werden. Da viele Taxifahrer und Händler nicht herausgeben können – oder wollen – ist es ratsam, sich immer auch etwas Geld in kleinen Stückelungen geben zu lassen.
Geld- und Kreditkarten: Bargeld ist am einfachsten mit einer „Maestrocard“ und der entsprechenden Geheimzahl an den zahlreichen ATM-Automaten erhältlich, was meist mit Gebühren von nur rund vier Euro zu Buche schlägt (pro Abhebung maximal 20.000 oder 25.000 Baht). Ebenfalls abgehoben werden kann mit Kreditkarten, die sonst vor allem in Hotels, Restaurants und manchen Geschäften Verwendung finden (die Service-Gebühren sollten nicht mehr als drei Prozent betragen).
Für die Einreise nach Thailand sind keinerlei Impfungen vorgeschrieben, doch sollten der Schutz für Diphterie, Tetanus und Polio noch wirksam sein. Zudem empfiehlt sich wie für alle tropischen Fernreisen eine Prophylaxe gegen Gelbsucht (Hepatitis A/B). Laut der Weltgesundheitsorganisation WHO weist Thailand nur ein geringes Malaria-Risiko auf, das vor allem in abgelegenen Grenzregionen besteht. Für derartige Reisen sollte ein entsprechendes Notfall-Medikament im Reisegepäck mitgeführt werden. Da eine Malaria-Prophylaxe nicht vor Dengue-Fieber schützt und zudem mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein kann, sollten Mücken prinzipiell durch die Verwendung von entsprechender Kleidung, Schlafnetzen, Räucherspiralen und Schutzlotionen auf Distanz gehalten werden. Zudem kann das Risiko einer Infektion eingedämmt werden, indem man täglich eine Vitamin B1-Tablette einnimmt, deren Ausdünstung die Mücken nicht mögen.
Prinzipiell ist das gesundheitliche Risiko bei einer Thailandreise auf normalen, touristischen Pfaden gering – zumal sich die meisten Krankheiten durch eine sorgfältige Vorbereitung und umsichtiges Verhalten vermeiden lassen. Die ärztliche Versorgung ist gut und in vielen internationalen Kliniken so ausgezeichnet, dass das Königreich sogar immer mehr Medizintouristen anlockt. Die Apotheken sind bestens sortiert und können stets auch mit einer Vielzahl westlicher Arzneimittel aufwarten.
Hygiene: Leitungswasser sollte nicht oder allenfalls abgekocht getrunken werden. Prinzipiell empfiehlt sich der Genuss von überall in Flaschen erhältlichem Mineralwasser, wobei auf die Unversehrtheit der Versiegelung zu achten ist. Ungewaschenes bzw. ungeschältes Obst und Gemüse sollten gemieden werden. Wer einen empfindlichen Magen hat, sollte Vorsicht beim Genuss von rohen Speisen wie Salaten und einfachen Garküchen bzw. scharfen Gerichten walten lassen.
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In den meisten Gebieten sind leichte, atmungsaktive Baumwollkleidung und Sandalen angemessen. Für Nordthailand sollten auch wärmere Kleidung und festes Schuhwerk eingepackt werden, da die Temperaturen hier im Winter empfindlich abfallen können. Natürlich gehören stets auch Sonnenschutzcreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung ins Gepäck, während für einen Urlaub in der Monsunzeit unbedingt ein Regenschirm und Poncho mit eingepackt werden sollten.
Übergepäck: Es sollte von vornherein nicht zuviel eingepackt werden, denn für jedes Kilo Übergepäck (in der Economy-Class sind maximal 20 Kilogramm erlaubt, in der Business-Class nicht über 30 Kilogramm) muss tief in die Tasche gegriffen werden – und auf die Kulanz der Fluggesellschaften sollte sich niemand verlassen. Hilfreich ist, dass man sich seine Kleidung in den Hotels schnell, gut und preiswert reinigen lassen kann. Zudem ist die Verführung zum Kauf von Mitbringseln so groß, das dafür von Anfang an viel Platz einzukalkulieren ist.
Prinzipiell werden Jahreszeiten über die monatlichen Niederschlagsmengen und nicht über Temperatur-Unterschiede bestimmt, wie es in westlichen Ländern üblich ist. Als beliebteste Reisezeit gelten die mitteleuropäischen Wintermonate. Da Thailand jedoch durch seine Nähe zum Äquator von typischem Tropenklima geprägt wird, lässt es sich ganzjährig gut bereisen. Im Wesentlichen werden drei Jahreszeiten unterschieden:
Winter (November bis Februar): Gilt als beste Reisezeit. Vorherrschende Nordostwinde führen kalte und trockene Luft nach Thailand. In der relativ kühlen und generell trockenen „Winterzeit“ liegen die mittleren Tagestemperaturen im Norden bei 23 Grad, im übrigen Teil des Landes zwischen 24 und 27 Grad. Die Höchsttemperaturen steigen landesweit auf 30 bis 32 Grad. In den Höhenlagen des Nordens hingegen kann es nachts so weit abkühlen, dass es sogar Frost gibt.
Sommer (März bis Mai): Für Reisende, die große Hitze mögen. Denn während den Wochen vor der Monsunzeit herrschen in Thailand die höchsten Temperaturen mit oft deutlich über 35 Grad. Der „Sommer“ bleibt überwiegend trocken und bringt hohe Temperaturen sowie eine Luftfeuchtigkeit von 80 bis 90 Prozent mit sich. Die mittleren Tageswerte liegen zwischen 28 und 30 Grad. Die Höchsttemperaturen erreichen landesweit im Schnitt 36 bis 38 Grad und können örtlich sogar auf über 40 Grad klettern. Angenehm ist der Aufenthalt dann vor allem in höheren Bergregionen oder in den traditionellen Badeorten an der Küste.
Regenzeit (Mai bis Oktober): Ist quasi eine Geheimtipp-Reisezeit, da sich die Urlauber besonders günstiger Preise – bei oft überraschend gutem Wetter – erfreuen können. Der Südwestmonsun bringt tropische, meist kurze Regenschauer oder einen der berühmt-berüchtigten „heavy downpours“ mit sich. Doch so ein Naturereignis ist auch eine Attraktion für sich und lässt sich gemütlich im Schutz eines Tempels, Einkaufszentrums oder im Straßencafé überstehen. Erfahrene Reisende nutzen diese Zeit gern, da dann das ganze Land in sattem Tropengrün erleuchtet. Im Norden setzt die Regenzeit normalerweise erst Ende Juni ein und im Nordosten ist sie bereits Ende September wieder vorbei. Von Mai bis August kann man gut den Norden, Nordosten, Zentral-Thailand und die Golfküste besuchen. Der Süden unterteilt sich zu dieser Zeit in zwei Wetterzonen: Während an der Westküste mehr Regen fällt, bieten die Ostküste und die Inselregion um Koh Samui die beste Reisezeit.
Die Thais sind sehr offenherzige, umgängliche Menschen. Sie erfreuen durch ihre Kontaktfreudigkeit und das sprichwörtliche, häufige Lächeln. Die offensichtliche, fortschreitende Verwestlichung sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich das soziale Miteinander meist nach uralten Regeln und Ritualen abspielt. Sich zum Beispiel bei Problemen aufzuregen, Ungeduld zu zeigen oder gar zu „explodieren“, trägt nur dazu bei, nicht ernst genommen zu werden bzw. „das Gesicht zu verlieren“. Wer in ein Streitgespräch - wie zum Beispiel beim Feilschen über einen unverschämt hohen Preis - gerät, sollte deshalb nicht laut werden, sondern ruhig und sachlich argumentieren. Wer mit Tuk Tuks, Moped-Taxis oder Fahrrad-Rikschas fahren möchte, sollte den Fahrpreis vorher aushandeln, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt. Die Einheimischen selbst zahlen „selbstverständlich“ erheblich weniger. Zudem sollte vermieden werden, sein Gegenüber in eine Situation zu bringen, in der es das Gesicht verlieren könnte. Auch ein Sonnenbad „oben ohne“ oder FKK-Baden können das Schamgefühl der Thais verletzten.
Besonders zu beachten ist, dass die Königsfamilie für jegliche Kritik tabu ist und man auch keinesfalls versehentlich mit Füßen auf das Porträt des Königs – zum Beispiel bei heruntergefallenen Münzen oder Geldscheinen - treten sollte. Vor dem Betreten eines Heiligtums oder eines Privathauses muss man die Schuhe ausziehen und tunlichst vermeiden, seine Fußsohlen auf andere Menschen zu richten. Beim Besuch von Tempeln, Klöstern und dem Königspalast in Bangkok ist freizügige Kleidung unzulässig, so dass auf kurze Hosen/Röcke verzichtet werden sollte, Schulterpartien bedeckt zu halten und keine Schuhen zu tragen sind, die vorne offen sind. Zudem gilt es als unfein, höher als eine Respektsperson – wie zum Beispiel einem älteren Mensch oder einem Mönch - zu stehen oder zu sitzen.
Telefon/Fax: Ferngespräche oder Faxe können von fast überall problemlos abgewickelt werden, wobei die Kosten für Verbindungen nach Deutschland jedoch recht unterschiedlich ausfallen können. Am teuersten sind Telefonate aus Hotelzimmern, am günstigsten von mobilen Serviceständen auf der Straße, wie sie sich oft in den Touristenzentren finden lassen. Besonders praktisch ist der Erwerb einer thailändischen SIM-Karte, die mit einer Prepaid-Aufladung in der gewünschten Höhe versehen werden kann. Sie ist unkompliziert und preiswert erhältlich zum Beispiel in den zahlreichen Filialen der Supermarkt-Kette „Seven Eleven“. Unter den Billig-Vorwahlen 007 oder 008 sind Gespräche nach Deutschland meist schon für Minutenpreise von sieben bis neun Baht möglich.
Aus Deutschland lautet die Vorwahl für Thailand 0066. Anschließend wird die Orts-Vorwahl ohne 0 und dann die Nummer des jeweiligen Anschlusses gewählt. Wer sich gern und günstig aus der Heimat anrufen lassen will, sollte sich eine thailändische Handynummer besorgen (s.o.) und eine deutsche Billigvorwahl benutzen lassen, mit der sich der Minutenpreis meist unter zwei Cent drücken lässt.
Internet:
Internetcafes sind in allen größeren und sogar auch kleineren Orten zahlreich zu finden. Oft gibt es dort – wie auch in vielen Hotelzimmern – sogar WIFI-Zonen für die Benutzung eigener Notebooks.
Briefe: Auslandspost kann bei Postämtern und Hotelrezeptionen auf den Weg gebracht werden. Nach Europa benötigt sie in der Regel zwischen fünf und zehn Tagen. Wichtige bzw. eilige Briefe oder Pakete sollten – im Inland sowie ins Ausland - nur mit Express Mail Service (EMS) oder DHL-Service versendet werden.
Informative Broschüren, Stadtpläne oder Hotelverzeichnisse können kostenlos beim Thailändischen Fremdenverkehrsamt TAT (Bethmannstraße 58, 60311 Frankfurt, Telefon 069-138139-0, Fax 138139-50, E-mail info@thailandtourismus.de, Internet www.thailandtourismus.de) angefordert werden. Eine besonders üppige Darstellung der Urlaubsziele bietet die jährlich neu erscheinende Hauptbroschüre mit 84 Hochglanz-Seiten. Im Buchhandel sind für Thailand in reichhaltiger Auswahl detaillierte Reise-, Kultur- und Sprachführer, Fachbücher, Bildbände, Romane, Kochbücher und Landkarten verfügbar. Als besonders empfehlenswert erscheinen folgende Publikationen:
Reiseführer
*
Thailand – Stefan Loose Travel Handbuch (auch nur als
Süd-Ausgabe erhältlich):
Gilt als „Südostasien-Bibel“ und Klassiker unter den Reise-Handbüchern - mit
nützlichen Tipps, interessanten Hintergrund-Exkursen und nützlichen Karten,
DuMont-Verlag, 24,95 €
*
Thailand – Handbuch aus dem Reise Know-How-Verlag (auch nur als Süd-Ausgabe
erhältlich): Zählt zu den Standardwerken für eine Reise durch das Königreich
*
Thailand – Tauch- und Strandführer: mit Wissenswertem über (Meeres)Flora und
Fauna, Reise-Know-How-Verlag
*
Richtig Reisen Thailand: mit ausführlichen Hintergrund-Infos und Routentipps,
Renate Loose, Mairdumont-Verlag
*
Polyglott APA Guide Thailand: unter anderem mit ausführlichen
Routenbeschreibungen, Scott Rutherford
*
Nelles Guide Thailand: handlicher, bunt und reichlich bebilderter Reiseführer
*
Kulturschock Thailand: Einführung in die landestypischen Sitten und Gebräuche,
Rainer Krack, Reise Know-How-Verlag, 240 Seiten, 14,90 €
* Als sinnvolle Reiselektüre empfehlen sich zudem diverse Thailand-Magazine – wie
sie zum Beispiel
vom ADAC,
von Merian oder
Geo herausgebracht worden sind.
Nützliche Trend-Tipps zu Thailand finden sich meist auch in der vierteljährliche
erscheinenden Zeitschrift „Reise & Preise“, 4,90 €
Belletristik
* Elisabeth Hand:
Anna und der König
* Andrea Altmann:
Der Preis der Leichtigkeit
* Alex Garland:
Der Strand (The Beach)
* Pierre Boulle:
Die Brücke am Kwai
* Louis Anschel:
Joys Geheimnis
* Günther Ruffert:
Geschichten aus Thailand
* Günther Ruffert:
Farang in Thailand
* Christopher G. Moore:
Haus der Geister
* Toni Arnold:
Tsunami – meine Schicksalswelle
* Paul Adirex:
Die Piraten von Tarutao (The Pirates of Tarutao)
Sachbücher
* Wolf Donner:
Thailand ohne Tempel – Lebensfragen eines Tropenlandes
* Andreas Stoffers: Im Land des weißen Elefanten
* Craig Robson: Vögel in Thailand
* Hella Kothmann:
Frauen in Thailand
* Cordt Schnibben:
Tsunami – Geschichte eines Weltbebens
* David Thompson:
Thai Food
* Wanphen Heymann-Sukphan:
Die Poesie der thailändischen Küche
Karten
*
Reise Know-How-Verlag: Erfreulich detailliert, reiß- und wasserfest sind die
verlagsüblichen Polyart-Karten (Maßstab 1:1.200.000), 8,90 €
* Thailand Highway Map: Gilt als umfangreichster Straßenatlas Thailands und
erscheint jedes Jahr neu, (Maßstab 1:1.100.000)
Es gibt kaum ein anderes Urlaubsland, in dem sich die Vergnügungs-Möglichkeiten so mannigfaltig gestalten wie in Thailand. Das gilt nicht nur für Shopping und Schlemmen, Sport und Spiel, sondern auch besonders für das Nachtleben. Vielerorts buhlen unzählige Musikkneipen, Karaoke-Schuppen, Nachtclubs und Diskotheken um die Gunst der Gäste, aber auch offene, rotlichtige Bierbars, GoGo-Schuppen und Massage-Salons. Bangkoks bekannteste Rotlichtmeile ist die Patpong-Road mit ihren Seitengassen, wo zwischen allerlei Vergnügungstätten ein allabendlicher Nachtmarkt glimmert. In der Soi Cowboy hingegen geht es etwas gemächlicher zu – zumal sich der Trubel hier vorwiegend in den Räumlichkeiten von GoGo-Bars abspielt. Besonders abwechselungsreich lässt sich ein Aufenthalt im legendären Seebad Pattaya gestalten, das – besonders nach Sonnenuntergang – quasi flächendeckend mit Vergnügungs-Etablissements aller Art überzogen ist.
Obwohl es nicht als sonderlich gefährlich erscheint, Thailand zu bereisen, kann es nicht schaden, eine gewisse Vorsicht an den Tag zu legen. Das gilt vor allem für bestimmte Grenzgebiete wie den tiefen, muslimischen Süden bzw. die Provinzen Narathiwat, Yala, Pattani und Songkhla, wo skrupellose Separatisten ihr Unwesen treiben. Im Grenzgebiet zu Myanmar hingegen kommt es hin und wieder zu Kämpfen zwischen burmesischen Regierungstruppen und ethnischen Rebellenarmeen, die sich jedoch bisher nicht auf den Tourismus ausgewirkt haben.
Der Großteil der Kriminalität spielt sich unter Einheimischen ab, während Touristen meist nur in Form von Straßen- oder Taschendiebstahl betroffen sind. Darüber hinaus sollte man sich vor Trickbetrügern hüten, wie sie sich zum Beispiel beim Handel mit vermeintlichen Edelsteinen finden. Von der weit verbreiteten Korruption sind die Besucher des Landes meist nicht betroffen. Besonders wichtig ist, dass Ausländer im Besitz einer gültigen Aufenthaltserlaubnis sind, da auch kleinere Verstöße gegen die Visa-Bestimmungen mit einer außergewöhnlichen Strenge geahndet werden. Das gilt erst recht für jeglichen Konsum, Handel oder Schmuggel von Narkotika. Es kann sich bewähren, im übrigen Reisegepäck eine Kopie des Reisepasses und des Visums mitzuführen.
Aktuelle Sicherheitshinweise vermittelt bei Bedarf die Internetseite des
Auswärtigen Amtes.
Straßenverkehr: Die Verkehrsdisziplin in Thailand lässt (außerhalb von Bangkok) nach mitteleuropäischem Verständnis oft zu wünschen übrig bzw. funktioniert nach ganz eigenen Gesetzen – wie es zum Beispiel für die Bedeutung von Ampelanlagen oder Fußgänger-Überwegen gilt. Trotz des ungewohnten Linksverkehrs erfreut sich das Königreich jedoch eines verstärkten Zulaufs westlicher Touristen, die das Land als Selbstfahrer mit Mietwagen erkunden. Urlauber, die – zum Beispiel auf den Inseln – Mopeds anmieten, überschätzen oft ihre Qualifikation für den exotischen Straßenverkehr, was zu verhältnismäßig vielen Unfällen führt.
Die offizielle Landessprache ist Thailändisch, das nicht in lateinischen Schriftzeichen geschrieben wird und aufgrund seiner Einsilbigkeit für europäische Ohren fremd klingt. In touristischen Regionen kann man sich gut mit Englisch verständigen, in Bangkok, auf Phuket und besonders im Seebad Pattaya sind etliche Serviceleistungen und Medien auch in deutscher Sprache erhältlich.
Thailand lässt sich mit einer verlockenden Vielfalt von Verkehrsmitteln bereisen, die erfreulich preisgünstig sind und Urlauber unkompliziert zu den beliebtesten Reisezielen oder in die entlegensten Winkel des Landes gelangen lassen. Dafür bieten sich meist ganz unterschiedliche Komfort-Kategorien an, wobei Mietwagen mit Chauffeur oder VIP-Busse zu den bequemsten Transportmitteln zählen.
Flugzeug: Die staatliche Fluggesellschaft Thai Airways ist zentral auf Bangkok ausgerichtet, während sich die private Bangkok Airways darauf spezialisiert hat, immer mehr für Touristen relevante Reiseziele zu bedienen. Zum Streckennetz von „Asiens Boutique Airline“ – ggf. rentiert sich der Erwerb eines „Discovery Airpass“ – zählen zum Beispiel die beliebte Urlauberinsel Koh Samui und die zweitgrößte Insel Koh Chang (bzw. der Festlandsort Trat), wo sogar eigene Flughäfen errichtet worden sind. Gern genutzt werden zudem auch die Routen zu den Metropolen und Touristenzielen der Nachbarländer - wie der burmesischen Hafenstadt Yangon, dem kambodschanischen Siem Reap (Angkor Wat) oder der laotischen Provinzstadt Pakse. Unter Einheimischen wie Urlaubern besonderer Beliebtheit erfreut sich das Angebot von Billig-Fluggesellschaften wie Air Asia oder Nok Air.
Eisenbahn: Sie gilt zwar als langsames, aber zuverlässiges, sicheres und auch besonders preiswertes Verkehrsmittel, das sich vor allem auf längeren Strecken rentiert. Insgesamt umfasst das einspurige Streckennetz der „State Railway of Thailand“ (SRT) rund 4.500 Kilometer, wobei alle Verbindungen sternförmig von Bangkok ausgehen – und im Sommer 2008 als neuester Abschnitt der Schienenstrang zwischen dem thailändischen Grenzort Nong Khai und der laotischen Hauptstadt Vientiane hinzu gekommen ist. Die Züge unterscheiden sich nach Komfort und Geschwindigkeit. Nachtfahrten lassen sich am bequemsten in sogenannten „Sleepern“ zurücklegen, die ein erhöhtes Maß an Komfort zu bieten haben. Die vermutlich angenehmste Zugfahrt Thailands ist die mit dem legendären „Eastern & Oriental Express“, der zwischen den Metropolen Bangkok und Singapur verkehrt.
Busse: Vom Staat oder von privaten Unternehmen betrieben, bilden Busse das Rückrat der verkehrstechnischen Infrastruktur in Thailand. Regelmäßig und besonders preiswert strömen sie von den drei großen Busbahnhöfen Bangkoks in alle Himmelsrichtungen aus. Tickets gibt es in mehreren Komfort-Kategorien und zu stark variierenden Preisen. Bei ausländischen Touristen besonders hoch im Kurs stehen die sogenannten „VIP-Busse“, deren Komfort mit dem Verteilen von wärmenden Decken, Snacks und Getränken teilweise schon an den Service in Flugzeugen erinnert, wobei der Abstand zwischen den Liegesitzen aber entscheidend großzügiger bemessen ist.
Autos/Mopeds: Ein Mietwagen mit Chauffeur gilt als beste und angenehmste Art des Reisens, um Thailand kennen zu lernen. Zu den unschätzbaren Vorteilen zählt, dass unterwegs jede Menge individueller Fotostopps eingelegt werden können. Das gilt natürlich auch für Urlauber, die das Land als Selbstfahrer (internationaler Führerschein erforderlich) erkunden wollen – was angesichts der landestypischen, exotischen Geflogenheiten im Straßenverkehr erstaunlich gut zu bewältigen ist. Mopeds oder Motorräder sind überall preiswert zu mieten, doch sollten nur erfahrene Zweiradfahrer davon Gebrauch machen. Mitunter werden auch Fahrradreisen angeboten, die auf sorgfältig ausgewählten Routen (wie zum Beispiel durch die ehemalige Königsstadt Ayutthaya oder am Mekong entlang) durch besonders schöne Regionen führen. Darüberhinaus stehen allenorts Taxis (in Bangkok und Chiang Mai mit Taxameter) zur Verfügung, als Sammeltaxis fungierende Pickups (zum Beispiel in Pattaya und auf Phuket), als Nostalgie-Gefährte beliebte, dreirädrige Tuk-Tuks (in Bangkok und abgelegenen Provinzorten), Moped-Taxis oder vereinzelt noch anachronistisch anmutende Fahrrad-Rikschas (zum Beispiel im königlichen Seebad Hua Hin), wie sie in Siam einst zu den Hauptverkehrsmitteln zählten.
Bei der Flugeinreise nach Thailand erhalten Bundesbürger normalerweise ein kostenloses Visum für 30 Tage. Bei der Einreise auf dem Land- oder Wasserweg gilt dies lediglich für 14 Tage. Wer länger bleiben möchte, benötigt ein entsprechendes Visum. Auch für Geschäftsreisende gelten teilweise bestimmte Regelungen. Visa sind bei der Königlich Thailändischen Botschaft in Berlin zu beantragen oder in einem der zahlreichen Konsulate. Mitreisende Kinder benötigen einen eigenen Pass oder müssen bei den Eltern mit eingetragen sein, da Kinderausweise nicht anerkannt werden. Jeder Reisepass muss bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Thailand ist der mitteleuropäischen Zeit um sechs Stunden voraus, der mitteleuropäischen Sommerzeit aber nur um fünf Stunden. Das bedeutet: Wenn die Zeiger in Deutschland auf 12 Uhr mittags stehen, ist es in Thailand bereits 18 bzw. 17 Uhr am selben Tag.
Es besteht ein generelles Einfuhrverbot für alle Arten von Narkotika, Waffen, Sprengstoff und pornografischen Materialien. Zollfrei eingeführt werden können persönliche Güter wie Kleidung, Kosmetika etc. zum persönlichen – darüber hinaus die übliche Menge an Zigaretten (200 Stück) oder Tabak (250 Gramm) oder ein Liter Wein oder Spirituosen. Die Ausfuhr von Buddha-Figuren ist offiziell verboten, wenn dafür keine schriftliche Genehmigung der Behörden vorliegt oder eine Zugehörigkeit zur buddhistischen Religion belegt werden kann. In der Praxis jedoch nehmen Urlauber oft sogar massenweise Buddhas als Souvenirs mit nachhause – zumal es nur extrem selten vorkommt, dass Statuen aus dem Reisegepäck entfernt und für dieses Vergehen sogar Bußgelder bezahlt werden müssen. (Änderungen jederzeit vorbehalten, Angaben ohne Gewähr.)