Suah Sdei - in Kambodscha
Das einstige Reich der Gottkönige lockt mit spektakulären Monumenten und dem größten See Südostasiens
Nach den Wirren des Bürgerkriegs hat sich Kambodscha einen berechtigten Platz auf der touristischen Landkarte erkämpft. Durch eine Vielzahl neuer Hotels, Restaurants, Flüge, Straßen und Grenzübergänge hat sich die Bereisbarkeit des Landes wesentlich verbessert. Erstaunlich, dass sich sogar die kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten vermehren: Mithilfe von internationalen Archäologen, historischen Karten und moderner Radartechnik werden ständig neue Ruinen aus dem einstigen Reich der Gottkönige entdeckt. Nach neuesten Erkenntnissen erstreckte es sich sogar über eine sagenhafte Fläche von 1.000 Quadratkilometern.
Insgesamt waren es fast eine Million Menschen, die in der Blütezeit das gigantische Reich von Angkor – übersetzt „die Stadt˝ und gelegen in der heutigen Provinz Siem Reap - bevölkerten. Ein imposantes Bewässerungssystem aus Stauseen und Kanälen, das stets sauberes Trinkwasser sowie mehrere Reisernten pro Jahr bescherte, garantierte im 9. bis 15. Jahrhundert die Macht und Unabhängigkeit dieser Hochkultur. Von ihr zeugen noch unzählige Tempelruinen, vor allem aber die spektakuläre Kulisse von Angkor Wat: 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ausgerufen, präsentiert sich das turmgeschmückte Heiligtum noch immer als Wahrzeichen Kambodschas und größter Sakralbau der Welt. Das rundliche Land, das halb so groß wie Deutschland ist, bietet jedoch weitaus mehr als die legendären, teils vom Dschungel überwucherten Zeitzeugen. Mit schwimmenden Dörfern und bunt belebten Vogelkolonien lockt der Tonle Sap – als amphibisches Märchenland, Nebenarm des Mekongs und größtes Gewässer Südostasiens. In der entlegenen Provinz Rattanakiri gibt es noch ausgedehnte Urwälder, wo sich sagenumwobene Minderheiten und eine selten gewordene Fauna verbergen. Der Süden indes präsentiert sich als 340 Kilometer lange, reizvolle Küste, die rund um den Hafenort Sihanoukville mit unverbauten Stränden und idyllischen Inseln lockt. Keinesfalls versäumt werden sollte eine Visite in der quirligen Hauptstadt Kambodschas – zumal Phnom Penh mit viel kolonialem Charme und einer mannigfaltigen Gastronomie-Szene aufwarten kann.
Tipps zur Reiseplanung
Zwischen Phnom Penh und Siem Reap als den wichtigsten Touristenzielen sollte zumindest eine der beiden Strecken auf dem Land- oder Wasserweg zurückgelegt werden. Wer sich ein besonders stimmungsvolles Erlebnis gönnen möchte, sollte nicht nur einen Sonnenauf- und einen Sonnenuntergang zwischen den Tempelruinen von Angkor erleben, sondern diese vielleicht auch bei einem beschaulichen Ballonflug aus der Vogelperspektive bewundern. Zur Ergänzung der Reiseroute empfehlen sich eines der neuen Natur- und Abenteuerziele oder zumindest einige erholsame Badetage an den verlockenden Stränden von Sihanoukville.
Die Anreise nach Kambodscha auf dem Luftweg erfolgt über Bangkok, Hanoi oder Saigon, von wo aus es mehrere tägliche Flugverbindungen zur Metropole Phnom Penh oder in die Provinzhauptstadt Siem Reap (Tempelruinen von Angkor) gibt. Als Alternative bietet sich eine Anreise über Singapur oder Kuala Lumpur an. Wer den Flug durchbuchen will, kann zum Beispiel mit Thai Airways International (THAI), EVA Air, Singapore Airlines oder Vietnam Airlines fliegen. Prinzipiell empfiehlt es sich, den Flug zu gabeln und Phnom Penh für die Einreise und Siem Reap für die Ausreise (oder auch umgekehrt) zu wählen, so dass die Strecke dazwischen auf dem Land- oder Wasserweg zurück gelegt werden kann.
Land- und Wasserweg: Die beliebteste Landroute nach Kambodscha führt von Bangkok über den thailändischen Grenzort Aranyaprathet bzw. das kambodschanische Poipet nach Siem Reap. Wer die Einreise über den Küstenweg im Süden bevorzugt, muss über das thailändische Hat Lek bzw. das kambodschanische Cham Yeam (Koh Kong) einreisen, von wo der Bau mehrerer Brücken die Weiterreise ins Landesinnere neuerdings erheblich erleichtert. Der wichtigste Grenzübergang aus Vietnam ist Moc Bai / Bavet. Immer größerer Beliebtheit erfreuen sich aber auch die neu eröffneten Übergänge Xaxia (Ha Tien) / Prek Chak oder Thin Bien (Chau Doc) / Phnom Den, über den Touristen auf dem Wasserweg aus dem vietnamesischen Mekong-Delta nach Kambodscha einreisen können. Ebenfalls von besonderem landschaftlichem Reiz ist die Einreise aus dem laotischen Süden über Veun Kham (wahlweise Land- oder Wasserweg) in den Norden Kambodschas – zumal sich in dieser Region die legendären Mekong-Stromschnellen befinden. Es sollte rechtzeitig der aktuelle Stand der Bestimmungen erkundet werden, ob die erforderlichen Visa am Grenzübergang erteilt werden - oder sich bereits im Reisepass befinden müssen.
In den Touristenzentren beträgt die Netzspannung meist 220-230 Volt/50 Hz, wobei das Mitführen von Universaladaptern nützlich sein kann. Eine Taschenlampe für Notfälle jedoch sollte sich in jedem Reisegepäck befinden – zumal Stromausfälle sogar in Phnom Penh häufig sind und die Elektrizität in ländlichen Regionen oder auf Inseln oft mit Generatoren erzeugt wird und nicht ständig verfügbar ist.
Die meisten kambodschanischen und buddhistischen Feiertage richten sich nach dem Mondkalender, wodurch sie von Jahr zu Jahr auf ein anderes Datum fallen. An diesen Tagen sind die Behörden und Banken meist geschlossen. Feiertage, die auf einen Samstag oder Sonntag entfallen, werden am folgenden regulären Arbeitstag begangen. Je nach Ort gibt es noch einige regionale Feste und Feiertage, so dass die folgende Auflistung keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erhebt:
1. Januar: Neujahr
7. Januar: Gedenktag zur Befreiung Kambodschas
Januar/Februar: Neumondtag der Mahayana-Buddhisten bzw. Chinesisches Neujahr, das in Kambodscha von den chinesischen und vietnamesischen Minderheiten als „Tet“-Fest begangen wird.
13. bis 15. April: Das kambodschanische Neujahrsfest Choul Chhnam zählt zu den wichtigsten Terminen im Festtagskalender und wird drei Tage lang gefeiert. Zu den Riten zählt das gegenseitige, reichhaltige Bespritzen mit Wasser und Puder.
1. Mai: Tag der Arbeit
9. Mai: Gedenktag des Völkermords
16. Mai: Königliche Zeremonie des Pflügens. Vor dem Nationalmuseum in Phnom Penh wird ein Ochsengespann präsentiert, das Aufschluss über den Erfolg der bevorstehenden Ernte geben soll.
Mai: Visikha Puja (Geburtstag des Buddha) – als wichtigstes religiöses Fest, das mit viel Kerzen- und Fackellicht in den Tempelanlagen begangen wird
24. September: Tag der Verfassung und Krönung
September/Oktober: Pchum Ben – als Fest der Verstorbenen. In den Tempelanlagen werden Opfer dargebracht, die aus Essen, Blumen und Papiergeld bestehen.
23. Oktober: Gedenktag für den Friedensvertrag von Paris
Oktober/November: Bon Oum Tuk – als Fest der wechselnden Strömungen (Wasserfest), das zu den wichtigsten Terminen im Festtagskalender zählt. Es erinnert an den Beginn der Trockenzeit und der mit dieser verbundenen Rückgang des Wasserpegels im Tonle Sap-See.
9. November: Nationalfeiertag
10. Dezember: Tag der Menschenrechte
31. Dezember: Silvester
Die digitale Fotografie setzt sich auch in Kambodscha immer mehr durch. So haben sich die Geschäfte vielerorts darauf eingestellt, Foto-Dateien aus entsprechenden Kameras auf CD/DVDs zu brennen oder in Form von Papierabzügen auszudrucken.
Die kambodschanische Währung heißt „Riel“ (KHR oder CR), wird aber als Zahlungsmittel regelmäßig nur im lokalen Handel oder als Wechselgeld benutzt. Für größere Geschäfte oder im Tourismus dient vorwiegend der US-Dollar, der praktikabler Weise auch in kleinen Stückelungen mitgeführt werden sollte. Beim Devisentausch setzt sich auch der Euro immer mehr durch. Auch der thailändische Baht wird – vor allem in den Grenzregionen – als Währung akzeptiert. Alle internationalen Flughäfen sind mit Banken ausgestattet, wo gleich nach der Ankunft getauscht werden kann. In den touristischen Zentren bieten sich auch Wechselstuben, Souvenir- oder Juweliergeschäfte dafür an. Der Umtauschkurs in den Hotels erweist sich zumeist als nur geringfügig ungünstiger.
Geld- und Kreditkarten: Bargeld ist am einfachsten mit einer „Maestrocard“ und der entsprechenden Geheimzahl an den ATM-Automaten der ANZ Royal Bank oder Canadia Bank erhältlich, was daheim ungefähr mit Gebühren von 4,50 Euro zu Buche schlägt. Ebenfalls Bargeld abgehoben werden kann bei Banken und Western Union-Agenturen mit Kreditkarten, die sonst vor allem in Hotels, Restaurants und manchen Geschäften der Touristenzentren Verwendung finden (die Service-Gebühren sollten nicht mehr als drei Prozent betragen). Das Einwechseln von Reiseschecks kann mit zeitraubenden Schwierigkeiten verbunden sein und erweist sich außerhalb von Phnom Penh und Siem Reap zumeist als unmöglich.
Für die Einreise nach Kambodscha sind keinerlei Impfungen vorgeschrieben, doch sollten der Schutz für Diphterie, Tetanus und Polio noch wirksam sein. Zudem empfiehlt sich wie für alle tropischen Fernreisen eine Prophylaxe gegen Gelbsucht (Hepatitis A/B) oder auch gegen japanische Enzephalitis. Fälle von Malaria treten vor allem in Gebieten auf, die für den Ausländer-Tourismus weniger relevant sind. Da eine Malaria-Prophylaxe nicht vor Dengue-Fieber schützt und zudem mit erheblichen Nebenwirkungen verbunden sein kann, sollten Mücken prinzipiell durch die Verwendung von entsprechender Kleidung, Schlafnetzen und Schutzlotionen auf Distanz gehalten werden. Zudem kann das Risiko einer Infektion gedämmt werden, indem man täglich eine Vitamin B1-Tablette nimmt, deren Ausdünstung die Mücken nicht mögen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte ein entsprechendes Notfall-Medikament für Malaria-Fälle mit sich führen. Wegen der latenten Gefahr von Vogelgrippe wird prinzipiell empfohlen, sich von lebendem Geflügel fern zu halten. Gekochtes oder gebratenes Hühnerfleisch hingegen ist bedenkenlos zu verzehren.
Prinzipiell ist das gesundheitliche Risiko bei einer Kambodschareise auf normalen, touristischen Pfaden gering – zumal sich die meisten Krankheiten durch eine sorgfältige Vorbereitung und umsichtiges Verhalten vermeiden lassen. In den Touristenzentren Phnom Penh und Siem Reap gibt es zwar einige wenige Kliniken mit gehobenem Standard. Insgesamt jedoch ist die medizinische Versorgung in technischer, personeller und hygienischer Sicht nicht mit Europa zu vergleichen, so dass bei Unfällen und ernsteren Erkrankungen sogar ein Abstecher nach Bangkok in Erwägung zu ziehen ist. Alle ständig einzunehmenden Medikamente sollten mitgebracht werden.
Detaillierte Informationen erteilen die deutschen
Tropeninstitute oder das „
Centrum für Reiseinformation“.
Hygiene: Man sollte unbedingt darauf verzichten, Leitungswasser, Speiseeis und Eis in Getränken zu sich zu nehmen. Vielmehr empfiehlt sich prinzipiell der Genuss von überall in Flaschen erhältlichem Mineralwasser, wobei auf die Unversehrtheit der Versiegelung zu achten ist. Ungewaschenes bzw. ungeschältes Obst und Gemüse sollten gemieden werden. In den Straßenrestaurants herrschen im Sanitärbereich nicht unbedingt hygienische Verhältnisse mit europäischem Standard. In größeren Hotels und gehobenen Restaurants hingegen darf prinzipiell mit einem internationalen Hygienestandard gerechnet werden.
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Für die meisten Gebiete sind leichte, atmungsaktive Baumwollkleidung und Sandalen angemessen. Natürlich gehören stets auch Sonnenschutzcreme, Sonnenbrille und eine Kopfbedeckung ins Gepäck, während für einen Urlaub in den Monaten der Monsunzeit unbedingt ein Regenschirm und Poncho eingepackt werden sollten.
Übergepäck: Es sollte von vornherein nicht zuviel eingepackt werden, denn für jedes Kilo Übergepäck (in der Economy-Class sind maximal 20 Kilogramm erlaubt, in der Business-Class meist nicht über 30 Kilogramm) muss tief in die Tasche gegriffen werden – und auf die Kulanz der Fluggesellschaften sollte sich niemand verlassen. Hilfreich ist, dass man sich seine Kleidung in den meisten Hotels schnell, gut und preiswert reinigen lassen kann. Zudem ist die Verführung zum Kauf von Mitbringseln so groß, das dafür von Anfang an viel Platz einzukalkulieren ist.
Das tropische Klima Kambodschas wird vom Monsun bestimmt, der zwei Jahreszeiten mit sich bringt: die Regenzeit von Mai bis Oktober und die Trockenzeit von November bis April. In der Regenzeit fällt nicht durchgehend Niederschlag, sondern es gibt täglich einen oder mehrere Schauer, die allerdings auch sehr heftig ausfallen oder viele Stunden anhalten können. Die Temperaturen schwanken das ganze Jahr über zwischen 30 und 35 Grad, wobei es im März/April am heißesten wird.
Als beste Reisezeit gelten November bis Februar, wie sich dann auch an den Touristenmassen ablesen lässt. Wer das Land hingegen zur Regenzeit bereist, kann es – gerade in Siem Reap (Angkor) – sehr viel authentischer, stimmungsvoller und auch preisgünstiger erleben. Mitunter sind dann jedoch nicht alle Landrouten passierbar, da unterwegs mit Überschwemmungen gerechnet werden muss.
Die Khmer sind ein erfreulich tolerantes und harmoniebedürftiges Volk, das darauf bedacht ist, sich nicht zu blamieren oder das Gesicht zu verlieren. Bei der Kommunikation sollten Ausländer beachten, dass ein Heben der Stimme oder Wutausbrüche den Respekt von Zuhörern schwinden lassen. Schimpfen kann also auch das Gegenteil von dem bewirken, was man eigentlich will. Wenn man eine Person zu sich heran winkt, sollte man darauf achten, dass dabei der Handrücken nach oben zeigt.
Kambodschaner – insofern sie es sich leisten können - achten stets peinlich darauf, sauber und ordentlich gekleidet zu sein. Das gilt vor allem bei einem Besuch von Heiligtümern oder dem Königspalast in Phnom Penh. Sämtliche Kleidung, die die weibliche Figur betont, gilt prinzipiell als unanständig, so dass Hosen und Röcke über das Knie reichen sollten. Ferner ist darauf zu achten, niemals jemandem die Fußsohlen entgegenzustrecken oder nach europäischer Art heran zu winken. Obwohl sich die Kambodschaner in der Regel gern fotografieren lassen, sollte man sie vorher um Erlaubnis fragen bzw. sich das Einverständnis mit entsprechenden Handbewegungen einholen. Wer mit dem Cyclo fahren möchte, sollte den Fahrpreis vorher unbedingt aushandeln, damit es nicht zu unliebsamen Überraschungen kommt. Die Einheimischen selbst zahlen selbstverständlich erheblich weniger.
Seit der Öffnung ihres Landes Anfang der 1990-er Jahre denken die Kambodschaner lieber an heute und morgen als an die düstere Vergangenheit ihres Landes. Dennoch lassen sie in persönlichen Gesprächen relativ schnell durchblicken, welche immensen Opfer die fast vierjährige Pol Pot-Zeit in den einzelnen Familien gefordert hat.
Telefon/Fax: Von den drei wichtigsten Touristenzielen Phnom Penh, Siem Reap (Angkor) und Sihanoukville sind Telefongespräche und Faxe in das Ausland meist problemlos möglich – wie von den meisten Hotels (teilweise hohe Servicekosten), dem Postamt oder von einigen Telefonzellen (mit Prepaid-Karten). Roaming mit deutschen Telefonanbietern funktioniert zwar in Kambodscha, ist jedoch recht teuer. Handybesitzer sollten sich eine einheimische SIM-Card (der Erwerb ist nur über einen Einheimischen möglich) besorgen, um mit Prepaid-Karten im Land oder nach Deutschland zu telefonieren.
Aus Deutschland lautet die Vorwahl für Kambodscha 00855. Anschließend wird die Orts-Vorwahl ohne 0 und dann die Nummer des jeweiligen Anschlusses gewählt. Wer sich gern und günstig aus der Heimat anrufen lassen will, sollte sich eine kambodschanische Handynummer besorgen und eine deutsche Billigvorwahl benutzen lassen, mit der sich der Minutenpreis meist unter drei Cent drücken lässt.
Internet: Internetcafes sind in allen größeren und auch vielen kleineren Orten zahlreich zu finden. Oft gibt es dort – wie auch in vielen Hotelzimmern – sogar WIFI-Zonen für die Benutzung eigener Notebooks.
Briefe: Auslandspost kann bei Postämtern und Hotelrezeptionen auf den Weg gebracht werden. Nach Europa benötigt sie in der Regel zwischen sechs Tagen und drei Wochen. Am schnellsten geht es aus den etablierten Touristenzielen, wo der Versand meist zuverlässig abgewickelt wird. Wichtige bzw. eilige Briefe oder Pakete sollten nur mit Express Service versendet werden.
Zur Ergänzung deutschsprachiger Kambodscha-Literatur – hier einige Empfehlungen – bietet sich vor Ort ein Besuch in den gut sortierten Filialen von „Monument Books“ an, wo eine faszinierende Vielfalt englischsprachiger Literatur über das Land erhältlich ist.
Reiseführer
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Kambodscha - Stefan Loose Travel Handbuch: Gilt als „Südostasien-Bibel“ und Klassiker unter den Reise-Handbüchern - mit zahlreichen Tipps, interessanten Hintergrund-Exkursen und nützlichen Karten. DuMont-Verlag, 17,95 €
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Kambodscha-Handbuch: Informativ und mit farbigem Kartenatlas. Andreas Neuhauser, Reise Know-How-Verlag, 672 Seiten, 22,50 €
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Kunst-Reiseführer Vietnam, Kambodscha und Laos: Lesenswerte Erstauflage mit wertvollen Informationen. Martin H. Petrich, DuMont-Verlag, 480 Seiten, 29,95 €
* Als unterhaltsame Reiselektüre empfehlen sich zudem diverse Südostasien-Magazine, die – zumeist im Verbund von Vietnam, Kambodscha und Laos –
vom ADAC (2004), von Merian (2007) oder
Geo (2007) herausgebracht worden sind.
Sonstiges
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Kulturschock Kambodscha: Einführung in die landestypischen Sitten und Gebräuche, Sam Samnang, Reise Know-How-Verlag, 336 Seiten, 14,90 €
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Das alte Angkor: Gilt mit vielen Karten und Fotos als bester Leitfaden zur Erkundung der Tempelruinen von Angkor. Michael Freeman & Claude Jaques, River Books 2006, 25 €
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Der weite Weg der Hoffnung: Ein erschütternder, autobiografischer Bericht über die Kindheit während des Pol-Pot-Regimes. Loung Ung, Fischer 2002, 9,95 Euro
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Der Preis der Leichtigkeit: Eine Reise durch Thailand, Kambodscha und Vietnam. Andreas Altmann, Frederking- und Thaler-Verlag 2007, 11 Euro
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Khmer für Globetrotter: Aus der Reihe Kauderwelsch. Claudia Götze-Sam, Reise Know-How Verlag, 7,90 Euro
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Die Küche aus Vietnam und Kambodscha: 158 Kochanleitungen mit ansprechenden Fotos laden ein, zwei unterschiedliche, asiatische Küchen kennenzulernen. Ghillie Basan, Christian-Verlag 2007, 29,95 Euro
Angesichts weit verbreiteter, internationaler Terrorwarnungen kann Kambodscha eher als sicheres Reiseziel bezeichnet werden. Gewaltverbrechen an ausländischen Besuchern sind wie auch Benachteiligungen oder gar Belästigungen von alleinreisenden Frauen eher selten. Fälle von Kleinkriminalität sind jedoch – besonders in Phnom Penh oder Sihanoukville – keineswegs ausgeschlossen. Reisepässe, Flugtickets, Kreditkarten sollten, am besten stets und zusätzlich versiegelt nur in Hotel- bzw. Zimmersafes aufbewahrt werden. Nach Einbruch der Dunkelheit sollte ein erhöhtes Risikobewusstsein an den Tag gelegt und nur soviel Geld eingesteckt werden, wie täglich benötigt wird. Zudem kann es sich bewähren, im übrigen Gepäck eine Kopie des Reisepasses und des Visums mitzuführen.
Wo noch eine Gefahr durch Landminen besteht, was vorwiegend in entlegenen Grenzgebieten (wie Preah Vihear im Norden des Landes) der Fall ist, wird durch entsprechende Warnschilder darauf hingewiesen.
Aktuelle Sicherheitshinweise vermittelt bei Bedarf die Internetseite des
Auswärtigen Amtes.
Straßenverkehr: Die Verkehrsdisziplin in Kambodscha lässt nach mitteleuropäischem Verständnis enorm zu wünschen übrig bzw. funktioniert nach eigenen Gesetzen. Busse, Eisenbahn und Boote entsprechen – von Ausnahmen abgesehen – nicht den westlichen Sicherheitsstandards. Alle Reisen auf dem Landweg sollten nach Möglichkeit so geplant werden, dass das Ziel mit Sicherheit vor Einbruch der Dunkelheit erreicht werden kann.
Die offizielle Landessprache ist Kambodschanisch, das zu den austro-asiatischen Sprachen gezählt wird. In touristischen Regionen kann man sich gut mit Englisch verständigen, gelegentlich auch mit Französisch als Sprache der einstigen Kolonialherren. Mancherorts kann man auf Kambodschaner treffen, die in der DDR Deutsch gelernt haben.
Kambodscha lässt sich mit allerlei Verkehrsmitteln bereisen. Nostalgische Fahrrad-Rikschas versprechen beschauliche Impressionen, Mietwagen mit Chauffeur ein Höchstmaß an Komfort. Eisenbahnfahrten hingegen empfehlen sich lediglich für eingefleischte Schienenfans, während bei Schnellbooten und Flugzeugen auf den Sicherheitsstandard der entsprechenden Anbieter geachtet werden sollte.
Flugzeug: Fast alle Provinzen verfügen über einen eigenen Flughafen, der jedoch nicht regelmäßig oder oft auch gar nicht bedient wird. Neben Phnom Penh und Siem Reap versucht sich der Flughafen von Sihanoukville als internationaler Flughafen zu etablieren. Als zuverlässig für das Zurücklegen von Inlandsstrecken gilt die Cambodia Angkor Air – eine Tochter der renommierten, vietnamesichen Fluggesellschaft Vietnam Airlines.
Bus/Eisenbahn: Die Busse der Einheimischen sind zwar preisgünstig, aber zumeist so eng und spartanisch, dass sie als Reisemittel weitestgehend ausscheiden. Doch gibt es mittlerweile durchaus auch Busverbindungen, die sich mit etwas mehr Komfort auf ausländische Passagiere eingestellt haben. Wer Kambodscha mit der Eisenbahn bereisen möchte, sollte viel Zeit mitbringen. Nachdem die Strecke von Phnom Penh nach Sihanoukville seit 2004 außer Betrieb ist, fungiert nun der Schienenstrang von Phnom Penh zur landesweit zweitgrößten Stadt Battambang als einzig benutzbare Eisenbahnverbindung. Der Zug fährt sehr langsam und benötigt bis zu 13 Stunden. Einige Abschnitte der Strecke werden mit dem sogenannten „Bamboo Train“ befahren, der auf dem Einsatz von provisorischen Schienengefährten basiert und zu einer beliebten, abenteuerlichen Touristenattraktion avanciert ist.
Autos/Mopeds: Ein Mietwagen mit Chauffeur gilt als beste und angenehmste Art des Reisens, um Kambodscha wirklich kennen zu lernen. Zu den unschätzbaren Vorteilen zählt, dass unterwegs jede Menge individueller Fotostopps eingelegt werden können. Nachtfahrten sind möglichst zu vermeiden. Der öffentliche Personennahverkehr im ländlichen Raum wird meist von Sammeltaxis übernommen, für die Toyota Camry-Limousinen oder Pickups Verwendung finden, aber auch von Tuk Tuks, die aus einem Motorrad mit einem überdachten Anhänger bestehen. Mopeds oder Motorräder (Kambodscha gilt als Enduro-Paradies) sind überall preiswert zu mieten, doch sollten das nur erfahrene Zweiradfahrer tun.
Für die Einreise ist ein Visum erforderlich, das unkompliziert bei Ankunft auf den internationalen Flughäfen von Phnom Penh und Siem Reap oder an den meisten Grenzübergängen der Landrouten (Achtung: bei den Übergängen aus Vietnam und Laos sollte man sich rechtzeitig über den aktuellen Stand der Bestimmungen informieren) erhältlich ist. Es gilt für einen Monat (bis zum selben Tag des folgenden Monats) und kostet eine Strafgebühr von fünf Euro pro Tag, wenn die genehmigte Aufenthaltsdauer überschritten wird. Für das „Visa on Arrival“ erforderlich sind ein mindestens noch sechs Monate gültiger Reisepass, das entsprechend ausgefüllte Visa-Formular, ein Passfoto sowie die Entrichtung einer Gebühr von 20 US-Dollar. Wer länger als einen Monat nach Kambodscha einreisen will, sollte ein Business-Visum (Gebühren: 25 US-Dollar) beantragen, das im Land mehrfach verlängerbar ist.
Der deutsche Kinderausweis wird in Kambodscha genauso anerkannt wie im Reisepass der Eltern (auch ohne Foto) eingetragene Kinder.
Detaillierte Informationen finden Sie auf den Seiten des
Auswärtigen Amtes.
Kambodscha ist der mitteleuropäischen Zeit um sechs Stunden voraus, der europäischen Sommerzeit aber nur um fünf Stunden.
Die Ein- oder Ausfuhr von über 10.000 US-Dollar muss deklariert werden. Für die Einfuhr von Zigaretten oder Alkohol gelten die üblichen Freimengen. Verboten ist jeglicher Transfer von Waffen und Rauschgift. Wertvolle Antiquitäten, historische Buddha-Statuen oder Edelsteine dürfen offiziell nicht ohne Genehmigung des Zollamtes ausgeführt werden.
Achtung: Die Flughafengebühr bei der Ausreise beträgt auf den internationalen Flughäfen von Phnom Penh und Siem Reap die beachtliche Summe von 25 US-Dollar.