Kambodscha

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Suah Sdei - in Kambodscha

Das einstige Reich der Gottkönige lockt mit spektakulären Monumenten und dem größten See Südostasiens

Nach den Wirren des Bürgerkriegs hat sich Kambodscha einen berechtigten Platz auf der touristischen Landkarte erkämpft. Durch eine Vielzahl neuer Hotels, Restaurants, Flüge, Straßen und Grenzübergänge hat sich die Bereisbarkeit des Landes wesentlich verbessert. Erstaunlich, dass sich sogar die kulturhistorischen Sehenswürdigkeiten vermehren: Mithilfe von internationalen Archäologen, historischen Karten und moderner Radartechnik werden ständig neue Ruinen aus dem einstigen Reich der Gottkönige entdeckt. Nach neuesten Erkenntnissen erstreckte es sich sogar über eine sagenhafte Fläche von 1.000 Quadratkilometern.

Insgesamt waren es fast eine Million Menschen, die in der Blütezeit das gigantische Reich von Angkor – übersetzt „die Stadt˝ und gelegen in der heutigen Provinz Siem Reap - bevölkerten. Ein imposantes Bewässerungssystem aus Stauseen und Kanälen, das stets sauberes Trinkwasser sowie mehrere Reisernten pro Jahr bescherte, garantierte im 9. bis 15. Jahrhundert die Macht und Unabhängigkeit dieser Hochkultur. Von ihr zeugen noch unzählige Tempelruinen, vor allem aber die spektakuläre Kulisse von Angkor Wat: 1992 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ausgerufen, präsentiert sich das turmgeschmückte Heiligtum noch immer als Wahrzeichen Kambodschas und größter Sakralbau der Welt. Das rundliche Land, das halb so groß wie Deutschland ist, bietet jedoch weitaus mehr als die legendären, teils vom Dschungel überwucherten Zeitzeugen. Mit schwimmenden Dörfern und bunt belebten Vogelkolonien lockt der Tonle Sap – als amphibisches Märchenland, Nebenarm des Mekongs und größtes Gewässer Südostasiens. In der entlegenen Provinz Rattanakiri gibt es noch ausgedehnte Urwälder, wo sich sagenumwobene Minderheiten und eine selten gewordene Fauna verbergen. Der Süden indes präsentiert sich als 340 Kilometer lange, reizvolle Küste, die rund um den Hafenort Sihanoukville mit unverbauten Stränden und idyllischen Inseln lockt. Keinesfalls versäumt werden sollte eine Visite in der quirligen Hauptstadt Kambodschas – zumal Phnom Penh mit viel kolonialem Charme und einer mannigfaltigen Gastronomie-Szene aufwarten kann.

Tipps zur Reiseplanung
Zwischen Phnom Penh und Siem Reap als den wichtigsten Touristenzielen sollte zumindest eine der beiden Strecken auf dem Land- oder Wasserweg zurückgelegt werden. Wer sich ein besonders stimmungsvolles Erlebnis gönnen möchte, sollte nicht nur einen Sonnenauf- und einen Sonnenuntergang zwischen den Tempelruinen von Angkor erleben, sondern diese vielleicht auch bei einem beschaulichen Ballonflug aus der Vogelperspektive bewundern. Zur Ergänzung der Reiseroute empfehlen sich eines der neuen Natur- und Abenteuerziele oder zumindest einige erholsame Badetage an den verlockenden Stränden von Sihanoukville.
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